Zwei Gemeinden
der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Hamburg

Geistliches Wort
 
Warum feiern wir das Heilige Abendmahl?
Weil Christus selbst uns dazu einlädt.
 

Was wird uns im Heiligen Abendmahl geschenkt?


Christus selber und sein Heil. Im Brot und Wein kommt er mit seinem Leib und Blut zu uns – wenn auch auf verhüllte Weise. Mit unserem Mund dürfen wir den König aller Könige empfangen. Denn er verspricht: „Das ist mein Leib“, „Das ist mein Blut….zur Vergebung der Sünden“. Oder wie Paulus es ausdrückt (1. Kor. 10, 16): „Der gesegnete Kelch, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi?“ Wer Christus selbst empfängt, der empfängt mit ihm Vergebung der Sünden und das ewige Heil.
 

Wie oft sollte man das Heilige Abendmahl feiern?


Eigentlich sollten wir das Heilige Abendmahl so oft feiern, wie wir die Gemeinschaft mit Christus und die Vergebung der Sünden brauchen. Christus sagt: „Das tut, sooft ihr daraus trinkt.“ – Das ist keine absolute Zahl. Aus der ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem erfahren wir (Apg. 2, 42+46): „Sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet…. Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und da in den Häusern.“ Hier wird wahrscheinlich vom Heiligen Abendmahl gesprochen, das damals täglich gefeiert wurde.In römisch-katholischen Gemeinden wird den Gläubigen meist nur die Oblate gereicht. In manchen Gemeinden gibt es kleine Einzelkelche. Warum empfangen bei uns die Gläubigen auch den Wein? Und warum benutzen wir keine Einzelkelche? Es heißt in Matth. 26, 27: „Jesus nahm den Kelch … und sprach: Trinket alle daraus.“

 

Wer sollte nicht zum Heiligen Abendmahl kommen?

 

Wer den Worten Christi nicht glaubt „Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird.“ (Lk. 22, 19) oder wer sein Leben offensichtlich entgegen dem christlichen Glauben führt (1. Kor 11, 29: „Der Mensch prüfe sich aber selbst“). Christen mit einem schwachen Glauben können allerdings durch das Heilige Abendmahl in ihrem Glauben gestärkt werden (Markus 9, 24: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“). Daher ist eine Vorbereitung vor dem Abendmahlsgang sinnvoll – durch ein Gespräch mit dem Pastor, in der Beichte oder in persönlicher Abendmahlsvorbereitung zu Hause.

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